Die gesetzliche Erbfolge

Hat der Verstorbene kein rechtsgültiges Testament verfasst, so tritt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Kraft. Es regelt die gesetzliche Erbfolge, nach der Familienmitgliedern je nach Verwandtschaftsgrad ein Pflichtteil zusteht.

Die Verteilung gliedert sich nach

  • Erben erster Ordnung: Ehepartner, eheliche und nicht eheliche Kinder, Enkel und Urenkel,
  • Erben zweiter Ordnung: Eltern, Geschwister, Neffen/Nichten, und
  • Erben dritter Ordnung: Großeltern, Onkel/Tanten, Cousins/Cousinen.

Stiefkinder und Pflegekinder gehören nicht zu den gesetzlichen Erben. Angehörige, die den Verstorbenen gepflegt haben, werden nach der Erbrechtsreform von 2010 höher am Erbe beteiligt.

Eine Besonderheit ist außerdem, dass die Höhe der Erbschaftssteuer verringert werden kann, wenn im Vorfeld rechtzeitig Schenkungen durchgeführt wurden.

Die juristisch einwandfreie Ausführung kann durch einen Notar oder Anwalt kontrolliert werden, den man hinzuziehen sollte.

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